Pulled Pork – entspanntes BBQ-Feeling

imageedit_4_4044878751Der sommerhafte Frühling „zwingt“ einen ja fast, so viel Zeit wie möglich DRAUSSEN zu verbringen. Die ganze Woche schon sind wir fast täglich am grillen und Lagerfeuer machen.

imageedit_15_5126302588BBQ ist ja immer toll, aber EINER ist ständig damit beschäftigt am Grill zu stehen. Wenn man ganz gemütlich mit lieben Menschen zusammensitzen, nett ratschn, lecker Essen und auf ein BBQ-Feeling nicht verzichten möchte…sind Pulled Pork Burger genau das RICHTIGE. Dieses leckeren Burger habe ich das erste mal in den USA gegessen, aber ich bin bislang nie auf die Idee gekommen sie selber zu machen.

Zugegeben spontan ist die Zubereitung von Pulled Pork nicht möglich, aber mit etwas Planung und Vorlaufzeit ist es eine entspannte Sache…denn das Geheimnis dieses saftigen, würzigen und wunderbar zarten Fleischs ist „low and slow“ und entschleunigt sowohl bei der Zubereitung als auch beim Essen. Ein absolutes rundum Wohlfühlessen, das besonders unter freiem Himmel schmeckt.

Mein Praxiserprobtes Rezept:

Pulled Pork aus dem Backofen (ca. 10 Portionen)

1,5 Kg Schweineschulter oder Halsgrat am Stück (vom Metzger deines Vertrauens!)

Zum Marinieren:

  • 25g Dijon Senf + 25 g mittelscharfen Senf
  • 2 Eßl. braunen Bio-Rohrzucker
  • 2 Eßl. grobes Meersalz
  • 3 Eßl. frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
  • 1 Eßl. Cumin (Kreuzkümmel gemahlen)
  • 5 Eßl. Paprikapulver edelsüß
  • 1 Tel. Cayennpfeffer oder Chili
  1. Fleisch mit Küchenpapier trockentupfen und dann großzügig mit der Senfmischung einmassieren.
  2. Aus den restlichen Zutaten einen „RUB“ mischen und gleichmässig auf dem Fleisch verteilen und gut festdrücken.
  3. Das marinierte Fleischstück, fest in Frischhaltefolie einwickeln und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
  4. Fleisch aus der Folie wickeln, auf den Ofenrost legen. Wenn vorhanden ein Fleischthermometer in das Fleischstück stecken. Backofen auf 110 Grad/Umluft vorheizen. imageedit_27_9859279368
  5. In die untere Schiene des Backofens ein Backblech einschieben, auf das Backblech eine Hitzebeständige Schüssel oder ein Reindl, befüllt mit einer Mischung aus      300 ml Gemüsebrühe und 400ml Bio-Apfelsaft stellen.
  6. Den Ofenrost mit dem Fleischstück in die 3.Schiene von unten einschieben.
  7. Nach ca. 2 Stunden das Fleisch mit der Flüssigkeit etwas übergießen.
  8. Das Fleisch ist fertig, wenn das Bratenthermometer ca. 86 Grad beträgt oder nach einer Backzeit von ca. 7 Stunden.
  9. Das fertig gegarte Fleischstück mit zwei Gabeln in kleine Stücke „reißen“ und in eine Schüssel geben, anschließend je nach Geschmack teilweise die Garflüssigkeit dazugeben und gut vermischen.

SERVIERFERTIG!!!!

Für die leckeren Burger benötigst du nun noch:

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  • Burgersemmeln (ich hab meine selber gebacken, aber du kannst auch gekaufte oder einfach Semmeln nehmen)
  • BBQ Soße – mein Liebling ist die Soße „Dirty Harry“ von der Senfmanufaktur Münchner Kindl
  • Tomaten in Scheiben geschnitten
  • dünne Zwiebelringe
  • Blattsalatmix
  • selbstgemachter Krautsalat ( 1 Kopf Weißkraut + zwei kleine Zwiebel gehobelt und in eine große Schüssel geben; in einem kleinen Topf 1 Tasse Rapsöl, 1 Tasse Essig, 1/2 Tasse Zucker, 2 Tl. Salz geben, kurz aufkochen und über Weißkraut und Zwiebel schütten, gut unterrühren und den Salat ca. 2 Stunden ruhen lassen. Anschließend überschüssige Flüssigkeit weggießen)

imageedit_24_8939457692Nun musst du nur noch alle Zutaten auf einem Tisch bereitstellen und genügend Servietten bereitlegen ;-)

Schon kann sich JEDER seinen Pulled Pork Burger zusammenstellen… unsere beliebte Reihenfolge: 1. Semmel aufschneiden und mit BBQ Soße bestreichen; 2. Krautsalat verteilen; 3. großzügig Fleisch darauf; 4. ein Salatblatt;     5. eine Tomatenscheib; 6. ein  paar Zwiebelringe.

Dazu passen Wahlweise Pommes, Ofenkartoffeln, Kartoffelsalat oder Chips.

Ich wünsch Dir einen entspannten und netten Pulled-Pork-Burger-Tag mit deinen Lieblingsmenschen… ich würde mich freuen, wenn du mich wissen lässt wie es euch geschmeckt hat ;-)

Servus bis ganz bald und howdy Deine chri*

Leider nur mehr „Geschichte“…The Cabin Tree (USA/CA – Calavaras Big Trees State Park)

Nachdem uns der Wetterumschwung zum Einschlagen einer anderen als der ursprünglich geplanten Route über die Berge zwang, sind wir in der Nähe des Calavaras big tree State Park gelandet. Da Bäume und Wald immer schön sind und man nicht oft die Chance bekommt Mamutbäume zu sehen, war klar, dass wir uns diese Möglichkeit nicht entgehen lassen.

dscf7523Besonders begeistert waren die Kid´s vom Cabine tree…immer wieder sind sie durch diesen (man munkelt ca. 1000 Jahre) alten und sehr beeindruckenden Baum durchgelaufen und haben die Fotos bestaunt, auf denen man sehen konnte, dass dieser Baum seit sehr langer Zeit eine Attraktion war. Schick gekleidetete „Urlauber“ fuhren bereits vor über 100 Jahren mit Pferdekutschen und später mit Autos durch diesen Baumtunnel, amüsierten sich prächtig und dokumentierten dieses eindrucksvolle Erlebnis in Photographien.

Seit dieser Woche, ist dieser Baum leider nur noch „Geschichte“.

Leider ist der Calavaras Big Trees State Park somit um einen beeindruckenden Baum ärmer. Trotzdem ist der Calavaras Big Trees State Park in Kalifornien  meiner Meinung nach immer noch einen Besuch wert.

Der liebevoll angelegte Waldrundweg, der einen auf ca. 2 km ( je nachdem ob man die kleine oder größere Runde wählt) an den  verschiedensten beeindruckenden lebenden, umgestürzten, gefällten und auch teilweise verbrannten Mamutbäumen vorbeiführt macht einfach nur glücklich.

dscf7510Zwischen diesen „Riesen“ fühlt man sich gleichzeitig klein und unbedeutend als auch beschützt und geborgen.

img_6532dscf7469Nebenbei gibt es viele Möglichkeiten zu spielen, zu klettern und auf einer gemütlichen Bank zu verweilen und diese Wunderwerke der Natur auf sich wirken zu lassen. Der Weg wird gesäumt von Informationstafeln, wodurch man Erstaunliches über diese seltenen Baumriesen erfahren kann.

img_6546Wie in jedem National- oder Statepark in den USA gibt es auch hier einen „VisitorCenter“…eines der Lieblingswörter unserer Kinder auf unserer Reise ;-).

img_6564 Hier hat man die Möglichkeit noch mehr über den Park, seine Bäume, die sonstigen Bewohner und seine Geschichte zu erfahren.

img_6552Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind überaus freundlich und   freuen sich richtig über den Besuch – besonders der Kinder. Sofort wird eine „Zauberkiste“ ausgepackt und die Kinder dürfen erfahren wie sich den das Fell eines Wolfen und Bären anfühlt, wie weich und dünn die Haut einer Klapperschlange ist und die „Klapper“ genau aussieht.

Angenehmer Nebeneffekt ist, dass es dort mollig warm ist und wir uns nach dem Waldspaziergang aufwärmen können.

Manchmal etwas nervig – zumindest wenn man mit Kindern unterwegs ist – sind die auch immer angegliederten Souveniershops. Amerikaner lieben es anscheinend sich von überall ein T-Shirt, Buch, Poster, Tasse, Aschenbecher oder Mützerl als Mitbringsel zu kaufen. Deshalb gibt es immer und überall…egal wie abgelegen – einen üppig ausgestatteten Souvenirshop. Ich weiß gar nicht mehr wie oft wir auf unserer Reise die unendlichen Diskussionen mit den Kids über den Erwerb eines weiteren Kuscheltiers, Kühlschrankmagneten oder Trinktasse hatten.

FAZIT: Wenn du in der Gegend bist, solltes du dem Calavares Big Trees State Park unbedingt einen Besuch abstatten – es lohnt sich…auch wenn es leider den Cabin Tree nun nicht mehr zu bestaunen gibt. Schau auch unbedingt in den Visitorcenter, er ist wirklich liebevoll gestaltet und für die Kinder sehr attraktiv.

In Gedenken an einen wirklich beeindruckenden Baum…Servus bis ganz bald Deine chri*

Walk on the moon – wo es begann…

IMG_6003Ich kann mich noch sehr gut an das Buch meines älteren Bruder´s über die Mondlandung 1969 erinnern. Wenn er nicht daheim war, bin ich oft in sein Zimmer geschlichen und habe voll Faszination darin geblättert und mir die Bilder vom Mond, der Raumkapsel Apollo 11, den Astronauten und den ersten Fußabdrücke auf dem Mond angeschaut. Nun viele Jahre später, war es klar, dass ich – wenn  schon in Florida  – unbedingt auch nach Cape Canaveral ins John F. Kennedy Space Center muss.

IMG_5994 Unbedingt wollte ich einmal mit eigenen Augen sehen, von wo aus alle bemannten Raumflüge der USA – zuerst die Apollo-Missionen und von 1981 bis 2011 die Space Shuttles starteten.

Die erste „positive“ Überraschung, die Parkgebühr betrug „nur“ 10 Dollar und der Parkplatz wahr wesentlich übersichtlicher als in den Disney Themenparks. Die Schlange am Ticketschalter, war übersichtlich und Dank vorausschauender „Couponsammlung,“ konnten wir auch hier ein paar Dollar sparen.

DSCF6146Sehr beeindruckend für uns Erwachsene waren gleich zu Beginn der „Rocket Garden“, indem sich einige der damals unbemannten und bemannten Raketen stolz gegen Himmel richten. Informationstafeln an jeder Rakete erklären ihre „Geschichte“…leider war es sehr heiß, und so waren die Kinder mehr an dem Springbrunnen und dem überdachten Kinderspielplatz interessiert.

Insgesamt ist das Kennedy Space Center eher was für die Zielgruppe –  Erwachsene oder Teenager.

IMG_5988Mit kleineren Kindern ist es weniger zu empfehlen, so kam es, dass man fast alle kleineren Kinder der Besucher auf dem Spielplatz  (Children´s Play Dome) antraf, behütet von einem Elternteil, während das andere Elternteil sich in Ruhe umsehen oder sich mit einem ehemaligen Astronauten unterhalten konnte.

IMG_5989Mit den zwei größeren Kindern haben wir dann natürlich auch die „Shuttle Launch Experience“ mitgemacht…die Simulation eines Space Shuttle Startes. Es war ganz gut, aber wenn ich ehrlich bin, war die Simulation im Epcot wesentlich aufregender!

Die Kennedy Center Bus Tour ist für Erwachsene einigermaßen interessant, für unsere Kinder war es sehr langweilig und wir waren gut damit beschäftigt, sie bei der doch langen Busfahrt  – fast 1 Stunde – bei Laune zu halten.

IMG_6007Das Apollo/Saturn V Center ist mehr als sehenswert und beeindruckend für die ganze Familie.

DSCF6183Mal echte „Moonboots“ und Astronautenanzüge sehen, unter den riesigen Raketentriebwerken stehen oder sich darüber wundern wie zerbrechlich ein Mondfahrzeug   in Wirklichkeit ist. Tja und dann gibt´s auch noch echte Mondsteine ;-).

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FAZIT: Ich bin froh, dass ich es hier mal in „echt“ gesehen habe. Für kleine Kinder eher ungeeignet, die mussten halt einfach mit und durchhalten. Etwas enttäuschend war die Busfahrt, ich habe mir erhofft mehr zu sehen…wobei es eigentlich logisch ist, da sich hier seit 2011 nix mehr „neues“ tut, kann man auch keine Aktivitäten auf den Startrampen oder in den Herstellungshallen sehen. Im Kennedy Space Center, fand ich sogar ausnahmsweise den „Gift-Shop“ toll… wir haben gleich mehrere NASA Aufnäher von verschiedenen Missionen gekauft, weil wir uns einfach nicht entscheiden konnten. Das Faschingskostüm für nächstes Jahr ist somit auch schon sicher …Astronaut!

Servus from the „Space“ bis ganz bald Deine chri*DSCF6190