Europa Park Rust – trotz CoronaZeiten

Unknown-1Schon einige Jahre liegen mir meine Kinder damit in den Ohren… „Wir wollen auch mal in den Europa Park, unsere Freunde waren AAALLE schon GAAANZ oft…nur WIR noch nicht!!!!“. Ja ich gebe zu ich habe immer wieder Ausreden gefunden, wieso es diesmal und auch das nächste mal nicht ging, mit in den Europa Park zu fahren…

ich bin einfach kein Fan von Menschenmassen, Lärm und dicht gedrängten Warteschlangen die sich unendlich durch die, zwar zugegeben liebevoll gestalteten, Anstellbereiche der einzelnen Fahrgeschäfte winden, um dann für 3 bis 4 Minuten Spaß zu haben. Versteh mich nicht falsch, ich liebe grundsätzlich Freizeitparks (Magic Kingdom, Epcot, Animal Kingdom…)und insbesondere gute Achterbahnen, aber wenn es zu voll, eng und laut wird, bin ich schnell gestresst.

Stressig waren aber auch die letzten Wochen und Monate mit unendlichem „HomeSchoolingChaos“,  familiären Lagerkoller, Sorgen als Selbständige und dem ständigen Gefühl Nichts und Niemand gerecht zu werden. Nun lagen 2 Wochen „Ferien“ vor uns – wenigsten kein HomeSchooling, aber ansonsten kein großer Unterschied zu vorher…

Da kamen ganz unverhofft die ersten Lockerungen nach dem Coronalockdown,  ich konnte es erst gar nicht glauben, aber die Lockerungen betrafen auch den Europa Park in Rust. Sofort haben wir die Chance genutzt und uns limitierte Tagesdatierte-Online-Tickets reserviert und auch die Reservierungen in einem der Erlebnishotels (wir haben uns für das Bell Rock entschieden), war kein Problem. Die Vorstellung einige Stunden in eine „heile“ ,  wenn auch künstliche Welt abzutauchen, Leichtigkeit, Spaß und das Gefühl einfach mal wieder woanders zu sein, war zu verlockend.

UnknownDie Begrenzung auf 10.000 Besucher (anstatt fast 60.000/tägl.) für den rund 95 Hektar großen Park mit seinen 13 Achterbahnen und unzähligen anderen Attraktionen, die strengen Hygiene- und Abstandsregeln ließen vermuten, dass mehrere Wünsche gleichzeitig erfüllt werden konnten. Den Kindern einen langersehnten Traum erfüllen, in den Ferien doch noch woanders hin (immerhin gibts hier 18 „Länder“), Spaß, Abenteuer, gemeinsame Zeit mit der Familie und für mich die Vermeidung von Menschenmassen.

Nur 3 Tage nach der Wiedereröffnung des Europapark standen wir bei strahlendem Sonnenschein vor dem imposanten Eingangsbereich des Bell Rocks. Nicht nur die Kinder waren glückselig und voller Vorfreude. Die Stimmung im Hotel war etwas gewöhnungsbedürftig, alle mit Maske, überall Abstands- und Richtungsmarkierungen auf dem Boden und der Geruch von Desinfektionsmittel wabert durch die Empfangshalle. Nachdem wir unser Standart-Zimmer mit den gemütlichen Schlafkojen bezogen hatten und wir das Schwimmbad trotz Kaiserwetter wegen Corona leider ohne Wasser vorfanden, gönnten wir uns mit einem kleinen Aufpreis schon mal für zwei Stunden in den Park „reinzuschnuppern“.

In den zwei Stunden bis zur Schließung des Parks hatten wir, dank praktisch nicht vorhandener Wartezeiten, schon mehrere Adrenalinkicks.

CollosumGlücklich und voller Vorfreude auf zwei komplette Tage im Vergnügungspark,  verbrachten wir einen lauen Sommerabend mit lecker Pizza auf der  Piazza des Hotel Colosseo.

Die Nacht in unseren bequemen Kojen war schnell vorbei, das Frühstück im Bell Rock, fällt leider aktuell den Abstandsregeln zum Opfer. Anstatt einem leckeren Frühstücksbuffet, von dem uns Freunde immer vorgeschwärmt haben, bekamen wir nachdem wir erstmal geraume Zeit in der Schlange standen, lieblos verpackte Frühstückstabletts. Diese wurden von völlig überforderten und genervten Serviceangestellten an teilweise noch mit benutztem Geschirr  gedeckten Tischen serviert. So möchte man den Tage definitiv im Urlaub nicht unbedingt beginnen.

Wenn man Gast in einem der zum Park gehörenden Themenhotels ist, hat man einen eigenen Eingang zum Europ Park (hinter Spanien), man darf ca. 40 Minuten vor offizieller Öffnung des Parks auf das Gelände und schon mit ein paar ausgewählten Fahrgeschäften fahren. Bei Normalbetrieb bestimmt ein großer Vorteil, in der aktuelle Situation ganz nett aber nicht wirklich notwendig, da es eh fast keine Wartezeiten gibt.

In den kompletten zwei Tage im Europa Park, sind wir wirklich ALLES mindestens einmal gefahren.

Für die Achterbahnen ergab sich in unserer Familie folgendes Ranking bis Platz 10:

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1. Blue Fire (Island), 2. WODAN (Island), 3.CanCan Coaster (die Kugel/Frankreich), 4. Silver Star (Frankreich), 5. Poseidon (Griechenland) 6. Euro-Mir (Russland) 7. Schweizer Bobbahn (Schweiz) 8. Alpenexpress Enzian (Österreich) 9. Matterhorn-Blitz (Schweiz), 10. Arthur (Königreich der Minimoys)

Von ALLEN Fahrgeschäften hat uns das Voletarium (Deutschland) am Besten gefallen… wir sind insgesamt fast 10 mal gefahren und was soll ich sagen… es macht einfach GLÜCKLICH!!!!

Entspannend und unterhaltsam fanden wir:

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Whale Adventures – Northern Lights (Island):  es macht einfach Spaß mit den Wasserspritzen auf Zielscheiben zu zielen und dabei mit dem Bötchen durch Island zu schippern.

 

 

Abenteurer Atlantis: einfach nur spassig mit Laserkanonen Punkte zu sammeln, ein Vergnügen für alle Altersstufen… ACHTUNG man wird zum Wiederholungstäter ;-)

Schlittenfahrt Schneeflöckchen: die Reise durch die Schneelandschaft kühlt erfrischt und Glitzer ist einfach schön!!!

IMG_3108Madam Freudenreich –  Curiosites: nicht nur was für kleine und große Dionliebhaber, ist einfach nett.

 

Die Panoramabahn: erholsam wenn die Füße wehtun, sich einfach in den Zug setzen und die Länder an sich vorbeiziehen zu lassen.

UnknownElfenfahrtJim Knopf und Dschungel-Floßfahrt: nicht nur für die Kleinen sehr schön entspannend!

 

 

Fluch der Kassandra und Geisterschloss: für ein ganz ganz bissal Gänsehaut die Spaß macht!

FAZIT: Wenn ihr mit dem Gedanken gespielt habt, mal in den Europa Park zu fahren, dann ist JETZT die ZEIT dafür. So entspannt wie aktuell wird es wohl nicht mehr so schnell werden. Vom Sicherheitsaspekt, habe ich mir durch die klaren Abstandsregelungen, an die sich wirklich jeder hält, weit weniger Gedanken gemacht als beim Familienspaziergang bei uns am See.  Klar der Mund-Nasenschutz ist gewöhnungsbedürftig, aber zur Zeit ist er ja ein ständiger Begleiter. Der Vorteil beim Achterbahn fahren… meine Schreie werden etwas gedämpft und auf den Ablichtungen in der Fotostation schau ich dank Maske fast cool und furchtlos aus. Die fast nicht vorhandenen Wartezeiten sind ein riesiges Plus, auch findet sich immer ein schattiges Plätzchen zum sitzen und verweilen. Sogar wenn man im Park was Essen will, es geht schnell und überall bekommt man ohne Schwierigkeiten einen Platz. Es gibt keine Kloschlangen – auch nicht auf den Damentoiletten – und die Seife war nie leer. Ob es wirklich sinnvoll ist, sich ein Zimmer in den doch teuren Themenhotels zu leisten…ich weiß nicht, eine Pension im Ort hätte auch gereicht. Ohne die Schwimmbäder und die leckeren Frühstücks- u. Essensbuffets sind die Vorteile meiner Ansicht nach nicht ausreichend,  den großen Preisunterschied aufzuwiegen. 

Macht es Euch schön…. und liebe Grüße von den Störchen auf dem Dach vom Bell Rock StorchServus bis ganz bald Deine chri*

 

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