Wie bei 1001 Nacht…oder Rosenduft zum abwinken

Mich umgibt immer noch ein Hauch von Rosenduft und ein exclusives Gefühl – so muss sich eine orientalische Prinzessin fühlen.

Fast drei Stunden habe ich mein normales Leben „ausgesetzt“ und mir eine osmanische Auszeit im Herzen von München gegönnt, mit Wärme, berauschenden Düften, Massagen, leckerem Tee, Ayran und ganz viel „Glitzer“. Das alles gibt es in einem der ältesten Hamams in München im Mathilden Hamam in der gleichnahmigen Straße – mitten in der Innenstadt zwischen Stachus/Sendlingertor und Hauptbahnhof. Sehr gut mit der Tram/U-Bahn oder mit der S-Bahn und einem kleinen Spaziergang zu erreichen.

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Die Außenansicht des Hamam ist nicht gerade spektakulär, ein typischer aus dem Boden gestampfter Nachkriegsbau. Kaum betritt man aber das Gebäude, wird man sofort mit viel Gold und Glitzer und sehr freundlich und umsorgenden Mitarbeitern begrüßt. Ich hatte das Glück, dass mein Mann und ich einen Gutschein zu Weihnachten bekommen haben…somit mussten wir uns nicht mehr zwischen den vielen verschiedenen und umfassenden Verwöhnprogrammen entscheiden.IMG_3195

 

Für mich gab es Schechzade (Hamam, Kopf-/Fußmassage und Rosenölmassage) und für meinen Mann Beyzade (Hamam, Kopf-/Fußmassage und Seifenmassage). Zu Beginn, bekamen wir leckeren Tee und ein paar Kekse in einer kuschligen orientalischen Sitzecke serviert…da fällt es leicht auf Entspannung umzuschalten…

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Nachdem wir gemütlich unseren Tee getrunken haben, wurden wir ins Untergeschoß geführt, dort gibt es gesonderte Umkleiden für Damen und Herren. Auch dort viel Gold, Prunk und Glitzer…so langsam kommt das „Prinzessinenfeeling“…

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Sowohl Mann als auch Frau bekommen einen Pestemal (buntes Leintuch) ausgehändigt. Das Tuch ist ziemlich knapp…für einen Mann kein Problem, als Frau ist es etwas schwierig „alles zu bedecken“. Nachdem man seine Bekleidung und alle Sonstigen Dinge eingesperrt, sich passende Schlappen (sind in fast allen Größen vorhanden und werden auch nach jedem Gebrauch gereinigt!) aus dem Regal genommen und den Schlüssel mit dem praktischen „Klipp“ am Pestemal befestigt hat – kann man klingeln um abgeholt zu werden. Jeder bekommt seinen persönlichen „Masseur“ zugewiesen, der einen begleitet und einem sowohl die Örtlichkeiten als auch die jeweiligen Anwendungen und das Hamam erklärt. Anfänglich hab ich mich in meinem knappen Leintuch etwas unwohl gefühlt, aber sobald man nach unten ins Hamam gebracht wird, gibt es nur noch gedämpftes Licht und später viel Dampf. In der Dampfecke kann man sich erst mal mit Kristallsalz einreiben – ACHTUNG nicht in die Augen oder sonstige Schleimhäute bringen…es brennt! – und sich im warmen Dampf entspannen. Nach ca.20 Minuten, kommt der persönliche Masseur und ab da kommt man sich wieder vor wie ein Baby…man wird mit unterschiedlich warmen Güssen aus Schalen gewaschen, anschließend legt man sich auf eine geheizt Marmorsteinplatte. Die Wärme ist unglaublich wohltuend, dazu gibt es eine Kopf- und Fußmassage. Dabei werden Seifen aus reinem Olivenöl verwendet und anschließend wird man erneut mit verschieden temperierten Wassergüsse abgewaschen. Die Haut und die Haare sind dadurch unglaublich weich und man fühlt sich so sauber.  Anschließend hat man ausreichend Zeit noch weiter auf dem Stein zu liegen, erneut in die Dampfecke zu gehen oder zu duschen oder noch einen Tee zu trinken. Wir sind schon unglaublich entspannt und sind nur noch im hier und jetzt! Für mich geht es dann weiter mit einer Rosenölmassage d.h. auf meinem gesamten Körper wird warmes duftendes Rosenöl verteilt und dann folgte eine unglaublich Ganzkörpermassage – es stimmt dabei wird nicht nur der Körper sondern gleich die Seele mit massiert! Mein Mann wird während dessen unter einer weichen warmen Seifenwolke massiert – das Gefühl sich komplett zu entspannen und sich unendlich sauber zu fühlen. Bevor wir uns dann noch im Ruheraum in ein Himmelbett kuscheln, gibt es erfrischenden Ayran (salziges Joghurtgetränk)…genau das Richtige nach der Wärme.

Nach fast 3 Stunden, betreten wir wieder Münchner Boden…weil wir noch nicht ganz bereit sind direkt nach Hause zu gehen…schlendern wir noch durch unsere „alte“ Heimat – die Schwanthalerhöhe…trotz Luxussanierung gibt es hier immer noch ein Hauch von Multikulti – vorbei an Import/Export-Geschäften, Internettelefonshops, Barbieren, Brautläden, Dönerständen und meinem Lieblingssupermarkt – aber davon mal zu einem anderen Zeitpunkt.

Was war deine letzte kleine Ausszeit?

Servus bis ganz bald Deine chri*

 

 

 

 

 

 

 

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3 Kommentare zu “Wie bei 1001 Nacht…oder Rosenduft zum abwinken

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