Komisches Schneegestöber im Garten…

fluffige Schneeflocken  wo kommen die denn her? O.k es ist heut kalt, nass und windig aber doch absolut kein Schneewetter? Dieses „seltsame Wetterphanömen“ muss ich mir genauer anschauen.

Komisch ist auch, dass es besonders im Hühnergehege so viele „Schneeflocken“ gibt. Der erste ungute Gedanke bahnt sich so langsam den Weg,  in mein noch träges Gehirn. Kurz danach ist es klar, kein Wetterphänomen und keine  Schneeflöckchen sondern lauter weiße Federn und Blutflecken dort, wo sich sonst unser kleine Hühnerschar, um ihren stolzen Zwergseidenhahn tummeln. Ich stehe eindeutig an einem Tatort, der nichts gutes vermuten lässt. Mit mulmigen Gefühl schau ich in den Hühnerstall …

den Hühnern ist nichts passiert – Gandalf, unser Gockel, hingegen sitzt blutverschmiert und mehr tot als lebendig in der hintersten Ecke.

Panisch rufe ich sofort beim Dorftierarzt an. Der findet es zwar etwas sonderbar, dass ich mich wegen eines Gockels bei ihm melde, ist aber schnell  bereit sich Gandalf mal anzuschauen.  Also schnell den Gockel in eine Pappschachtel gesetzt, Kind im Auto angeschnallt und los gehts in die Tierarztpraxis. Als der Tierarzt dann das blutige und gerupfte kleine Bündel „Hahn“ aus der Schachtel holt, schaut er nicht gerade zuversichtlich. Nachdem er Gandalf etwas genauer untersucht hat, ist klar was passiert sein muss und das Erstaunen und die Bewunderung ist auf allen Seiten unermesslich…dieser kleine Seidenhahn hat mit vollen Körpereinsatz seine Damen vor einem Marderangriff beschützt. Anhand der Bisswunden geht der Tierarzt davon aus, dass Gandalf den normaler Weise aussichtslosen Kampf aufgenommen und sich mit aller Kraft gegen den Marder geworfen haben muss.  Wie er es geschafft hat, den Marder zu verstreiben, wird ein Rätsel bleiben  – sicher ist aber, dass dieser kleine Gockel unglaublich mutig, selbstlos – ein wahrer Held ist.

Nach bestmöglicher ärztlicher Erstversorgung mach ich mir  Sorgen, dass es ihm zu kalt werden könnte. Da erinnere ich mich, dass ich vor einiger Zeit die rührende Geschichte eines über Hundertjährigen gelesen habe, der kleine Pullover für Pinguine gestrickt hat. Schnell hab ich auch einen Artikel darüber gefunden.  Ernsthaft überlege ich, für unseren Gandalf auch so einen Pulli zu stricken, damit er mit seinem gerupften Bauch nicht so sehr friert…das Problem ist nur, bis ich den Pulli  fertig habe – ich gehöre nicht zu den „Schnell-und-gut-Strickern“ – soll es warm werden und der Pulli wäre hinfällig. Somit habe ich diese Idee wieder verworfen.

Nachdem ich den Stall mit ganz viel frischen Stroh eingestreut habe, durfte Gandalf sehr zu seiner und der Freude seiner Hühner, wieder in den Hühnerstall.  Jetzt wird er von seinen Damen gewärmt. Er wirkt im Kreise seiner Hennen schon wieder ganz fidel und wir sind sehr zuversichtlich, dass er wieder ganz gesund wird. Zwar ist seine Schönheit etwas ramponier,  aber sein Selbstbewusstsein hat eindeutig zugenommen und das zu Recht…für uns ein wahrer Held! Deshalb bekommt er von nun auch den erweiterten Namen „Gandalf der Unbeugsame“ und ich berichte hier von seiner Heldentat 🙂

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Solche selbstlosen Heldengene müssen vererbt werden, deshalb sitzt jetzt eine unserer Hennen auf von Gandalf befruchteten Eiern…jetzt heißt es Daumen drücken…vielleicht kann Gandalf bald auch seinen Kindern von seiner Heldentat vorkrähen.

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Wer weiß, vielleicht gibt es ja bald „Babybilder“…;-)

 

Servus bis ganz bald Deine chri*

 

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