Lange Autofahrten mit Kindern…ein paar praxiserprobte Tipps

Die Osterferien oder zumindest die Feiertage stehen vor der Tür…ein paar Tage ohne Arbeit, Schule und Kindergarten.  Bestimmt planst auch du die ein oder andere längere Autofahrt.  Entweder geht´s schon Richtung Süden, zum Ski fahren in die Berge, an die Ost- oder Nordsee, in eine Stadt,  zu der lieben Verwandtschaft oder zu Freunden.

Mit Kindern kann die ganze „Fahrerei“ nicht nur anstrengend sein, sondern sich sogar sage zu einem „physischen-psychischen Ausnahmezustand“ entwickeln. Wie oft saßen wir im Auto, streitende, weinende, schreiende Kinder hinter uns und vor uns noch unendliche Kilometer bis zum Bestimmungsort, die uns davon trennten der „Autohölle“ zu entkommen.

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Hier hab ich ein paar praxiserprobte Tipps für dich.  Vielleicht helfen sie dir ja, wenn die nächst längere Autofahrt mit Kindern bevorsteht…

  • Bequeme Kleidung: Optik ist bei einer längeren Autofahrt nicht so wichtig, aber wenn die Hose oder das Kleidchen zwickt oder der Pulli juckt, kann es für alle Beteiligten unangenehm werden. Dauergejammer ist vorprogrammiert! Durch „Wohlfühlklamotten“lässt sich das verhindern, weiche Jogginghosen, T-Shirt, Sweaterjacke (die gute alte Zwiebeltechnik!) und weiche, nicht zu enge Socken haben sich bei uns bewährt.
  • Kindersitze: Inzwischen sind Kindersitze nicht nur sicher, sondern dank ergonomischer Einflüsse auch für die Kinder bequemer. Bei den Sitzen für Kleinkinder gibt es fast immer die Möglichkeit,  den Sitz auch in „Schlafposition“ zu verstellen – sehr hilfreich wenn die süssen Kleinen wegschlummern. Weniger angenehm für die Kinder ist häufig die Sitzoberfläche, wenn es warm ist schwitzen sie sehr schnell. Sinnvoll ist es, sich einen leichten Baumwollüberzug für den Sitz zu kauenf oder zu nähen…wer handarbeitstechnisch nicht so geschickt ist – so wie ich;-) ein altes Handtuch oder Badetuch tut es auch.
  • Schlappen: Jedes Kind bekommt Schlappen (z.B. Crocs) an, die „richtigen“ Schuhe werden im jeweiligen Fußraum deponiert. Somit ist schnelles selbständiges aus und anziehen von Schuhen möglich falls nötig (Pipibox-Stop; mich juckst am Fuß; mir wird schlecht…);-)
  • Boardverpflegung: Der Beifahrer ist bei uns dafür zuständig ausreichend Getränke, Kekse, Obst- und Gemüseschnitzel, Butterbrezen, Wienerle an die Kinder zu reichen. Dies kann bereits nötig sein, bevor überhaupt das Ortsausgangschild erreicht ist…deshalb die Verpflegung schnell zugänglich und in leicht zu öffnenden Brotzeitboxen verstauen. Die Getränkeflaschen besser vorher mit Namen versehen, das vermeidet Streitereien schon im Vorfeld.
  • Kuschelunterstützung: Jedes Kind sollte sein „Lieblinskuscheltier“ und sein „Schnuffelkissen“ griffbereit an seinem Sitz haben, evtl. noch eine dünne Decke – somit wird der „Kinderwohlfühlfaktor“ verbessert und die Chance, dass sie für einige Zeit schlummern, wird erhöht.
  • Notfallköfferchen: Wenn denn mal ALLES im Kofferraum verstaut ist, geht erstmal nichts mehr. Deshalb habe ich mir angewöhnt ein kleines „Notfallköfferchen“ zu packen mit Ersatzwindeln, Feuchttüchern, Desinfektionstücher für den Besuch von Tankstellentoiletten ;-), für jedes Kind eine Ersatzgarnitur Klamotten, Spucktüten, kleine Mülltüten, meine Homöopathische Reiseapotheke, Rescutropfen, Pflaster, Desinfektionsmittel, Salbeibonbons, Traubenzucker, Tigerbalsam, ein kleines Fläschchen mit wohlduftenden ätherischem Öl, Spitzer, Radiergummi, zwei Stoffwindeln (als Sonnenschutz, als Unterlage beim Wickeln…), kleiner leichter Ball für die Pausen.
  • Hörspiele: Denke daran,  du sitzt mit im Auto und musst dir die CD´s auch in Dauerschleife anhören. Achte deshalb darauf, dass du eine Vorauswahl triffst mit der du gut leben kannst. Bei uns haben sich Pumukl, Pippi, Michel und vor allem Dr. Döblinger´s geschmackvolles Kasperltheater (siehe auch älteren Beitrag von mir) sehr bewährt.
  • Bücher: Praktischt finde ich, die kleinen handlichen Pixi-Bücher…sehr beliebt bei meinen Kindern auch Donald Duck´s.
  • Malen: Gerne malen die Kinder auch mal zur Abwechslung; hilfreich ist hierbei für jedes Kind ein Klemmbrett mit weißen Papier und ein paar vorab ausgedruckten Malvorlagen und ein kleines Päckchen Buntstifte (bekommt man oft als Werbegeschenk oder im Restaurant).
  • DVD´s: Film schauen, ein echtes „Highlight“ bei unseren Kindern. Da bei uns daheim der Medienkonsum i. d. R. sehr begrenzt ist, freuen sie sich riesig mal einen Film anschauen zu dürfen. Auch hier sehr beliebt Michel, Pipi, Robin Hood, Barbapapa, Pumukl, kleiner Maulwurf usw.
  • aktive Pause: Es ist sinnvoll mindestens alle 2,5 Stunden eine Pause einzuplanen, damit sowohl der Fahrer als auch die Kinder sich etwas entspannen können. Dabei ist es gut, wenn für die Kinder die Möglichkeit besteht sich sicher zu  bewegen und toben zu können. An den meisten Raststätten gibt es kleine Kinderspielplätze oder wenigstens eine Wiese auf der man Ball spielen, fangen oder Ochs am Berg spielen kann.
  • Klassiker: Wir alle sind mit den typischen „Autofahrspielen“ aufgewachsen…auch unsere Kinder können sich immer noch für eine gewisse Zeit dafür begeistern und auch den Erwachsenen verkürzt es die lange Fahrzeit. Die TOP 3 bei uns: „Ich sehe was was du nicht siehst…“; „Ich packe meinen Koffer“; Liederraten und natürlich einfach „drauflossingen“

Hast du für mich auch noch ein paar gute Tipps? Ich würde mich freuen!!!

Ich wünsch dir eine ruhige und sichere Autofahrt…. Sevus bis bald Deine Chri

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